Donnerstag, 7. Mai 2009

Müde schlurfte Penelope in ihr Quartier. Vierzahn Stunden Landgang zu Forschungszwecken forderten ihren Triumph. Sie zog ihre dreckigen Klamotten aus und strich sich frustriert über den verschwitzten Körper.
“Dusche gefällig?”, flüsterte es durch den Raum.
Penelope zuckte zusammen und fuhr herum.
In der Ecke des Quartiers, gekleidet in seinem obligatorischen T-Shirt nebst schwarzer Hose, saß Dr. Smith.
Sofort war jede Müdigkeit verflogen.
“Lieblingsdoc!”, rief Penny aus.
Zack grinste und wedelte mit seiner Duschberechtigung,
“Ich weis gar nicht, was ich damit anfangen soll”, sprach er mit gespielter Unschuld und drückte Penelope den Chip in die Hand.“Mir ist es verboten, meine Kräfte für das Allgemeinwohl einzusetzen.” Er zog eine Schnute und blinzelte Penny zu. “Aber Sie, junges Fräulein, sehen so aus, als könnten sie eine Grundreinigung vertragen.”
“Ähm---Danke?”, sagte Penny vorsichtig. Es war unmöglich, dass Dr. Smith etwas aus reiner Nächstenliebe tat – das wäre so ganz gegen seine Prinzipien. Prompt fing Zachary an, breit zu grinsen.
“Bedanken kannst Du Dich in meinem Quartiert.” Er stand auf, kletterte auf Pennys Arbeitsstuhl und zog eine von ihm präparierten Deckenluke aus der Fassung. Bevor er sich hochzog drehte er sich zu ihr und sagte: “In einer Stunde, frisch rasiert... und Penny?”
“Ja, Sir?”
“Bitte in Deinem Silberkleid. Du darfst passende Unterwäsche tragen.”
“Ja, Sir!” Sie salutierte verspielt und lächelte vor Vorfreude.
Schmunzelnd entschwand Dr. Smith in die Deckenkatakomben der Jupiter II. Zurück blieb Penny, voller Aufregung und mit Schmetterlingen im Bauch.

`Duschen´ Das war im Augenblick das Einzige in Pennys Kopf und so prallte sie, um eine Korridorecke rennend mit einer Wand zusammen. Die Wand stellte sich als Don Wests Brustkorb heraus.
“Hej langsam!”, lachte der Pilot. “Bringt nix, diese Anmache, hab ich auch schon probiert.” Er grinste zu ihr herunter und reicht ihr eine Hand, um ihr hochzuhelfen. Doch Penny zog es vor, mit eigener Kraft aufzustehen.
`Das fehlt mir noch, ihn anzufassen´, dachte sie.
Dr. Smith hatte es ihr verboten, einen anderen Mann zu berühren, außer in wirklichen Notfällen.
“Danke, Ihnen auch einen schönen Abend.”, fauchte sie und verfluchte sich und die rote Birne, die sie bekam. `Die Zeiten, in denen ich rot wurde, sollten doch längst Geschichte sein!´
So würdevoll wie möglich ordnete sie ihren Bademantel. “Anmache, ja?” Sie zog eine Augenbraue hoch. “Bescheiden wie immer, Major.”
Don runzelte die Stirn. “Pass bloss auf, Kleine. Du hörst Dich fast an wie unser Parasit. Du willst doch nicht zum Arschloch mutieren?”
Penelope reckte ihr Kinn. “Das geht Dich gar nichts an!”, grummelte sie.
West winkte ab. “Is ja ok... geh nur weiter, Prinzesschen!”
Wutschnaubend stapfte Penny fort, einen nachdenklichen Major hinter sich lassend.

Endlich in der Schalldusche angelangt, sicherte sie die Schotttür und warf den Bademantel ab. Auf Zehen spitzen stehend betrachtete sie sich im Spiegel, kreuzte ihre Arme um den Hinterkopf, um ihre Brüste zu heben und lächelte. Ja, eine Dusche und eine saubere Rasur und sie würde wieder zum Anbeißen aussehen. Sie betrat die Kabine, steckte den Chip ein und aktivierte den Ionenschall auf höchste Stufe, damit auch der Dreck in den Haaren vollständig gelöst wurde. Dann überprüfte sie die Zeit. Sie hatte zehn Minuten, um sauber zu werden, mehr erlaubten die Duschchips aus Energiespargründen nicht. Also rieb sie behende alle Stellen ihres Körpers, bis sie Hummerrot war und struwelte wild durchs Haar. Danach rasierte sie sich mit dem Saugshaver jedes Haar vom Körper, das sie finden konnte, was weitere zehn Minuten beanspruchte. `Sich hübsch zu machen für jemanden – für Zack – macht noch mehr Spaß´, dachte sie lächelnd, als sie das Resultat ihrer Bemühungen im Spiegel besah. Es begann zu piepen. Ihre CamWatch erinnerte sie daran, das sie in fünfzehn Minuten ein Date hatte. Zu spät kommen stand völlig außer Frage!

Schnell öffnete sie ihre Kulturtasche und zog das vakumverpackte Silberkleid und den passenden Silberbikini heraus. Sie warf sie eiligst über, zupfte hier und da und begann, neues Make up aufzutragen. Alles sollte perfekt sein für ihren Doktor! Die Schmetterlinge in ihrem Bauch begannen, Rumba zu tanzen.

Mit dem Bademantel bekleidet schlich sie wie zufällig in die Nähe der Quarantänestation. Sie sah sich um. Kein West zu sehen, Vorsichtshalber aktivierte sie den LifeForceScanner, doch außer dem Wärmefeld, welches Zachary ausstrahlte, gab es nichts zu sehen. Penelope streifte den Bademantel ab und gab den Türcode ein.
Leise zischend zog das Schott sich hoch. In der Zelle begrüßte sie nur diffuses Licht. Der Doktor hatte nur die Wandbeleuchtung aktiviert, die ein bläuliches Licht in den Raum sandte,
“Willkommen”, raunte der Doktor.
Penny versuchte, die Richtung seiner Stimme einzuordnen, doch die Ecken des Quartiers lagen im Dunkeln.
Barfuß, mit blauschimmernden Silberkleid, wartete Penelope auf seinen ersten Befehl.
“Steig bitte auf meine Koje”, flüsterte Zack.
Bei diesen Worten ahnte Penny, was ihr bevor stand und leise lächelnd kam sie der Aufforderung nach.
Vorsichtig erklomm sie Zacks Liege, bedachte, auch dabei eine gute Figur zu machen. Auf der Liege stehen reckte sie sich und drehte sich einmal um die Achse.
“Schön sieht das aus”, flüsterte Zachary. “Weitermachen!”
Sanft strich Penny mit ihren Händen über ihr Kleid, von den Oberschenkeln über den Bauch, umkreiste mit ihren Fingern ihrer Brüste, bis ihre Nippel durch den Stoff hervortraten.
“Willst Du mich geil machen?”, hauchte es aus dem Dunkel.
“Ja, wisperte Penelope und zupfte an ihrem Träger.
“Das gelingt Dir.”
Penelope klimperte mit den Wimpern und lies einen Träger des Kleides hinuntergleiten.
“Ich hatte einen guten Lehrmeister”, witzelte sie und hauchte einen Kuss in die Ecke, in der sie Zachary vermutete.


Leicht drehend zog sie den zweiten Träger herunter. Langsam ahmte sie eine Pirouette nach und zog dabei Stück um Stück ihr Kleid vom Körper, bis es um ihre Knöchel lag. Leichthin stiess sie mit dem Fuß von sich.
`Ob ich wohl alles richtig mache?´, dachte sie mit klopfenden Herzen. `Aber er hätte doch schon etwas gesagt?´
Sie warf ihren Kopf in den Nacken und rekelte sich. Dann öffnete sie den Nackenverschluss ihres Bikinis. Vorsichtig lies sie die Träger runterfallen, das weiterhin ihre Brüste bedeckt waren. Dann erst öffnete sie den Rückenverschluss und löste den Stoff von ihrem Brüsten.
Sie liess Zachary Zeit diese zu bewundern, spielte mit ihren Nippeln und begann, ihre Hände langsam zu ihren Höschen gleiten zu lassen.
Sie schob ihre Daumen unter das Bündchen, drückte sie wie in Zeitlupe runter und drehte sich dabei weg, wie um Zack den Anblick zu verweigern. Schelmisch blickte sie über ihre Schulter in die dunkle Ecke, in der Er sitzen musste und schob das Silberhöschen von ihrem Hintern herunter. Die Oberschenkel leicht aneinander reibend, bis das Unterteil auf den Füßen lag, packte sie es mit den Zehen und warf es ins Dunkel. Eine Hand schoss ins Licht und fing das Höschen auf. Penny lächelte, hatte sie doch richtig geraten. Mit den Händen nahm sie ihr Haar am Nacken zusammen, drückte es an den Hinterkopf und drehte sich langsam. Nicht mehr Penelope, die Gewebeaufreißende, sondern Aphrodite, die Schaumgeborene.

Zachary rollte mit dem Stuhl, auf dem er saß, ins Licht.
“Komm her”, befahl er mit rauher Stimme.
Penny hüpfte von der Koje und trat zu ihm.
Sie genoss, wie seine Augen über seinen Körper wanderten. Automatisch spannte sie ihre Muskulatur, was der Doktor fein lächelnd zur Kenntnis nahm. Er hob die rechte Hand und ergriff grob Pennys Hüftknochen. Unschuldig sah er sie an.
“Darf ich das?”, fragte er ironisch.
Penelope sah liebevoll in sein Gesicht.
“Natürlich”, flüsterte sie. “Es gehört alles Dir!”
Zachary beantwortete ihr zärtliches Lächeln, zog sie an sich und küsste sie.
“Danke”, hauchte er. Und meinte es auch so.

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