Dienstag, 24. Januar 2012

Bücher? Bücher!

Weihnachtszeit ist ja nun vorbei, der Januar auch bald und meine Bücherkiste ist mal wieder leer.
Zwei Bücher habe ich bekommen, eines davon in zwei Tagen verschlungen, das andere nun weggelegt.


Must have: Die Flüsse von London

Ein Hammerding! Witzige Geschichte in Ich Erzählung, ein roter Faden, eine Geschichte, die Schritt für Schritt einen witzig/gruselig/knöllrigen Höhepunkt erreicht, der sich mit beruhigendem Happy End und Hoffnung auf mehr auflöst.
Mr. Aaronovitch hat eine sehr bildhafte Erzählsprache, läßt seine Hauptperson herzlich und sympatisch erscheinen, weil sie auf dem Weg zum Ende auch in Fettnäpfchen tritt und sich selber (und sein gutes Aussehen)nicht allzu ernst nimmt.
Eben ein Mann, dem man gerne zuhört, mit ihm lacht und sich über seine ansteigenden beruflichen und magischen Erfolge freut.
So muss das sein! ;-)

No need: Die Landkarte der Zeit

Ein Schriftsteller, der sich nicht für einen Erzählstil entscheiden kann, was bedeutet, dass der Herr Palma sich öfters an seine Leser wendet - mitten in einem Kapitel oder in einer Szene. Was zur Folge hat, dass (zumindest) ich rausfalle aus meinem Lesefluss. Dazu wird eine Geschichte von einer Person erzählt, mal von einer anderen, dazwischen kommt ein Ich Erzähler, dann stellt man auf einmal fest, dass die in verschiedenen Stufen der Gesellschaft lebenden Personen, miteinander verbunden sind ...

Das alles wird durch das Thema Zeitreise erklärt ... Unstimmigkeiten sowieso.
Dazu wird der gute Name von H.G.Wells dazu benutzt, pseudowissenschaftliche Halbwahrheiten und Thesen darzulegen.


Spoiler:
Besonders angepisst war ich, als Palma nach ewiger Vorerzählung ab Seite 118 endlich zur Sache kam und ich auf Seite 235 entdeckt habe, wie man den Leser eigentlich verarscht. Alles Budenzauber ... 
Und Wells macht bei dem Betrug mit?
Sorry, ich kann nur hoffen, das seine Erben gegen diese Idee angehen ... da wird das Ansehen eines großen Schriftstellers verletzt!
Wie es mir vorkommt, meint dazu der Herr Palma sich mit Männern wie Wells gleichzusetzen und hält sich auch für sehr clever, Personen des öffentlichen Lebens, wie auch geschichtlich wichtige Persönlichkeiten nach seiner Pfeife tanzen zu lassen.
Und - so sehe ich das zumindest - die jungen, leidgeprüften Männer in dieser Geschichte (sic!) sind Gary Sue's.

Ich stehe ja auf Stephen King und liebe seinen langatmigen Erzählstil ... aber der Mann erfindet selbst den Regenbogen neu! Palma kann das nicht ... es ist zäh und langweilig.

"Als sich die Stille wie ein weißes Laken, mit dem man die Möbel einer verlassenen Wohnung abdeckt, über die Anwesenheit gelegt hatte, räusperte er sich vernehmlich und wandte sich mit wohlklingendem Bariton an seine Gäste." Puh, ich hoffe, dies ich jetzt nur schlechte Übersetzung ;-)

Just my 2 cent!

Ich werde das Buch nicht zuende lesen, weil mich einfach nicht interessiert, was mit diesen erfundenen Leuten passiert. Ganz schlecht!
Doof ist nur, das meine Mitbewohnerin das gleiche Buch geschenkt bekommen hat - ich kanns ihr gar nicht aufs Auge drücken ;-)

Muß ich darauf hinweisen, dass ich nun die "richtige" Zeitmaschine lesen werde?


TBBT Timemachine

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