Dienstag, 27. März 2012

Vesper

Trotz des schlechten Gins ( es wurde aber bereits für besseren Ersatz gesorgt) hatte es der Vesper von gestern wohl in sich.
Zumindest wurde ihm (ihr?) die Schuld an meinem Schlafmangel durch erweiterter Lautstärke gegeben.
Also: Vesper für die Mitbewohner erst wieder zum Wochenende!

Montag, 26. März 2012

Friends with benefits II

DAS bekommen sie wieder!
Wartet, wartet nur ein Weilchen .... dann kommt der Narr mit seinem -- ähm --- *hust*
Und dann Scheiss auf Knebel!

Hihi ...

Please tell me you're not having coitus!

Mad Men

Heute, an einem extrafreier Montag, habe ich - dank meines AppleTV Mitbewohners - eine schon bekannte und viel gepriesene Serie kennengelernt.
Mad Men ist herrlich retro, tolle Frauen, nebst Kleidung, Frisur und Makeup und das zu den sechzigern gehörene Lebensgefühl.
Das "new Girl" im Büro sein, bedeutet natürlich, dumm angemacht und abgecheckt zu werden ... das ist doch nur zu natürlich!
Eine spaßige Zeitreise voll Zigarettennebelschwaden und Jim Bean Flaschen. Da ich die passenden Zutaten für einen "old fashioned" Cocktail hatte, gab es halt passend zur Stimmung einen Vesper , dafür reichte der Gin grade.
(Memo an mich: muss neuen Gin kaufen. GUTEN Gin!)
Besonders hat es mir ein Nebencharakter (Pete Campbell) angetan, der mich mit seinem Babyface an Wesley Crusher erinnerte ... aber auch der hat es Faustdick hinter den Ohren!

Auf alle Fälle spannende Unterhaltung - MUST SEE - sozusagen.


Dienstag, 20. März 2012

Wheeaaaaatttttooonnnn!

Wil Wheaton in Action!
Statt eines Pokertisches, obwohl es zuerst danach aussieht, werden bekannte Serienschauspieler ( z. B. aus Eureka) eingeladen, live, vor der Kamera Siedler und Co zu spielen.
Mit Wil eine lustige Sache - über seine Arbeit als Schauspieler kann man sich streiten - Humor hat der Mann auf alle Fälle!




Buchtip

Ich hab es durch!
Innerhalb von drei Tagen ... auf dem Weg zur Arbeit gelesen (je eine Stunde hin wie zurück) und grade den Schluss im Bett.
Weil es immer spannender wurde.
Weil ich endlich wissen wollte, ob Ned Rise doch noch gewinnt, ob Mungo Park endlich rausfindet, wo der Niger endet, Johnnson seinen Weg nach Hause findet, Dassoud seine Rache bekommt,  ob Ailie doch noch ihren Stand als Witwe akzeptiert und den um sie jahrelang buhlenden Greg zum Manne nimmt, und, und, und ....

"Wassermusik" heisst es, geschrieben von T. Coraghessan Boyle und jedes Wort scheint richtig, mit dem Witz eines perfekt sich ausdrückenden und besoffenen David Sedaris und dabei die fast epische Tiefe der Szenerien, wie sie sonst nur Stephen King ausmalen kann.

Unglaublich ... man hört den Niger, sein magisches Dahingleiten. Die Wellen am Floss, das Schäumen der brauen Wassermassen --- da das Platschen eines Krokodils, das vom Ufer aus ins Wasser gleitet, neugierig, was dort auf dem Kahn ist. Die Packesel schreien, Männer kotzen sich die Eingeweide aus dem Leib, den Leib von der Ruhr verdorrt ...
Aber nicht im Sinne eines Dramas, kein Entsetzen, sondern - es ist einfach so.
Es ist um 1800 und Mungo Park will den Niger abfahren. Da passiert es eben, das die Männer wie Fliegen sterben, das Wasser ausgeht, die "Wilden" über sie herfallen, die Sonne ihre Schädel ausbrennt.
Beim Lesen kommt es mir immer wieder auf, was für eine Recherche der Mann getrieben haben muss, um so leicht und flockig die Gegebenheiten der Natur, der Tagesabläufe und Rituale der Menschen, die sprachlichen Begebenheit so klar und ausführlich wiederzugeben.
Unglaublich!
Ein Buch, das man gelesen haben muss.


Sonntag, 18. März 2012

Erziehungssache

Sonntag ist ein guter Tag zum kaffeesieren. Es ist sogar DER traditionelle Tag, sich in geselliger Runde mit der süchtigmachenden Brühe zuzuschütten und sich dabei mit Kuchen vollzuhauen.
Koffein und Zucker für einen Monat einspeichern ---


Ich erwartete zwei Mütter, daher hatte ich Muffins gebacken, welche die drei wichtigsten Zutaten beinhalten, die eine moderne Mutter zum wachbleiben braucht:
Schokolade, doppelter Espresso (anstatt Wasser oder Milch) und einen Schuss Orangenlikör.
Bevor die Damen in den Mutterschutz gegangen sind, haben wir gemeinsam gearbeitet, Party gemacht, aber auch Bücher getauscht - daher hoffte ich, dass sich die Gespräche beim kaffeesieren nicht um die üblichen Mütterthemen handeln würden. Vor allem, weil die eine Mum sich noch beklagt hatte, das die anderen Mütter beim Babyschwimmen, etc. immer nur DAS EINE THEMA hätten ...

Erstmal ging es damit los, dass die mitgebrachten Erdenbürger Schiss vor mir hatten - vermutlich weil sie Frauen mit schlanker Figur und knallrot geschminkten Lippen nicht kannten - und nachdem sie sich mühsam beruhigt hatten mit klarmachten, dass meine Behausung so gar nicht Kindersicher ist.

Mein Dekowahn war zu erreichbar für die "halslosen Monster" und teilweise standen brennende Kerzen herum.
Witzig fand ich, dass die eine Mum es nicht geschafft hat, mal ruhig zu sitzen und ihren Kaffee zu trinken und immer hinter ihrem Kind (2Jahre) hinterher rannte, weil es wissen wollte, was "HEISS" bedeutet.
Sogar die andere Mum schlug vor, das es doch nicht wirklich schaden kann, wenn das Zweijährige sich mal kurz an der Kerze verbrennt - dann würde es schliesslich schnallen, was "HEISS" bedeutet! Wollte sie nicht. Feigling!
Denn nächsten Moment dachte ich dann wirklich, wir würden über etwas anderes Sprechen, als die sicherlich volle Windel und den Essgewohnheiten der Kleinen, als "meine" Kleine mit den verschränkten Armen auffiel.
Über die Neueröffnung der Kunsthalle Bremen zum Beispiel.
Oder über Worpswede.
Übers malen an sich!

Ähm ... nein.
CDs wurden rausgerissen, Bücher gefleddert und Katzen um den Schlaf der Gerechten gebracht.

Versteht mich nicht falsch! Die Beiden sind süß und die Mums versuchen ihr Bestes - und bei einer der Mums würde ich sogar sagen, dass sie ihr Kleines nicht verzieht und mit dem Kissen hinterher läuft, weil es sich doch was tun könnte.

Obwohl es ein netter Nachmittag war und wir doch viel geschnackt haben - es war eben ein Kindernachmittag. Und ich ( und die Katzen UND die Mitbewohner sind) bin froh, dass doch jetzt wieder Ruhe eingekehrt ist. ;-)

Mittwoch, 14. März 2012

Π

Happy Π Day, everyone!

Da heute der 14. März ist - oder auch 03.14 - wird heute die Kreiszahl Pi geehrt.
Zum Kuchenbacken bin ich allerdings nicht gekommen ... Aber es gab Kekse auf der Arbeit!



Sonntag, 11. März 2012

Kennen Sie Tribbles?

Oder auch: Woran merkt man, dass man alt wird?
Ob es in Alltag mit meinem Mitbewohnern, oder auf der Arbeit ist, immer wieder fällt mir auf, das die jungen Leute von heute kein vernünftiges (Un)wissen besitzen.
Natürlich MUSS man nicht wissen, dass die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest die Zahl "42" ist.
Man muss auch den Pi Day nicht kennen, den Towel Day und den Pirate Day und dann Bloomsday, etc ...
Man kommt auch ohne das Wissen um Schrödingers Katze durch das Leben.

Aber wenn ich auf Leute treffe, die diese Dinge nicht kennen, weiss ich, das diese Menschen arme Geschöpfe sind, mit denen ich nicht unbedingt sozialen Kontakt haben brauche.
Denn mal ehrlich; Was will ich mit Menschen in meinen Bekanntenkreis, die weder Douglas Adams, noch das Spaghettimonster, Terry Pratchett, oder James Joyce kennen ...

Lesen diese Menschen nicht? Und wenn doch, WAS denn bitte?

Natürlich ist nicht jeder Mensch eine Leseratte und hat halt so nie Arthur Dent, den TOD oder Leopold Bloom kennengelernt. Kann ja mal passieren.
Aber an Star Trek kommt doch eigentlich keiner vorbei, oder? Und Dank solch junger und moderner Serien wie The Big Bang Theory wird das wissen um Kirk, Spock und Co. wieder aufgefrischt.
Also mal ehrlich.
Die Tribbles, die sollte man schon kennen, gelle? :-)
Habt ihr noch eine Idee, welches (Un)wissen ein Mensch besitzen sollte, um ein anregendes Gespräch führen zu können?

Samstag, 10. März 2012

Terran problems


Die Stationierung der Kartographie auf Terra ist langweilig, die Kunden sind griesgrämig, verstockt und wollen perfekten Service zu günstigsten Replikationseinheiten.
Natürlich ist immer einer der Kartographie Mitarbeiter schuld, wenn sich die Besucher nicht wie Könige fühlen, sich aber auch selber nicht so benehmen.
(Ich meine damit aber die würdevolle, weise Natur des Königs - nicht schwertschwingend und despotisch!)
Terraner stehen immer unter Zeitdruck, sind geizig und unhöflich.

Doch manchmal hat man Glück und an den Datenstickverteiler tritt ein Kunde, der offensichtlich ein Stationsbesucher ist.
Das bedeutet für mich erst Mal, von dem örtlichen Slang in Standard umzuschalten.
Aber das macht rein gar nichts, denn ich weiß: Wenn ich z. B. einen Andorianer als Beschwerdekunden habe, werde ich mich nach dem Gespräch großartig fühlen.
Andorianer sind (wie die meisten Nicht-Terraner) entspannt, großzügig und charmant.

Während ich also in meinem gebrochenen Standard erkläre, dass diese Einheit ohne Uploadbericht nicht ausgetauscht werden kann, wird der Terraner sofort anfangen zu meckern und auf seine Rechte pochen, die er gar nicht kennt, da er sich bei falschen Quellen oder durch hören sagen informiert hat.

Der Andorianer stellt erst mal Augenkontakt her, lässt lächelnd Zähne blitzen und fragt, ob man ihm bei seinem Problem nicht anders helfen könnte.

Der Terraner versteht nicht, warum es so viel Zeit braucht, den Datentransfer nachzuweisen und warum ER überhaupt beweisen soll, dass die Daten von uns stammen und rechtmäßig erworben wurden.

Der Andorianer lässt mir Zeit, zu erklären, das ich an meine Firmenregeln gebunden bin, meinem Supervisor nicht anrufen muss, da er mich nur auf diese Regeln hinweisen würde. Der andorianische Kunde nimmt SICH die Zeit, mir zuzuhören, fragt nach, bedauert MICH und zeigt Verständnis, während ich mich entschuldige.

Der Terraner wird laut und beleidigend, weil natürlich alles meine Schuld ist, rauscht davon, sich künstlich aufregend und verspricht, nie wieder zu kommen! (Na hoffentlich!)

Der Andorianer bedankt sich für meine Bemühungen, verspricht, den Uploadbericht das nächste Mal länger aufzubewahren und schiebt noch ein Kompliment nach.

Über den Terraner ärgere ich mich den ganzen Tag, ja nehme ich meinen Ärger nur allzu oft mit nach Hause, obwohl ich mich ganz nach Vorschrift gehalten habe.

Der Andorianer lächelt, macht Small Talk und antwortet auf mein Bedauern, ihm nicht helfen zu können, mit einer Kaffeeeinladung zum Replimat an der nächsten Ecke.
Über den Andorianer lächele ich den ganzen Tag.

Ich bin dafür, einen "Andorianer Tag" einzuführen. Damit wir alle mal ein bischen entspannter werden.

Mittwoch, 7. März 2012

Wolfstein

Obwohl Norddeutsche - ja sogar Niedersächsin - zieht es mich in die süddeutschen Gefilde.
Wie bei so vielen "Auswanderern" der Liebe wegen.
Größtenteils ist meine Motivation Personenbezogen. Kennt man den Narren, auch mit seinen (bisher ersehbaren) Ecken und Kanten, will man mehr.
Das Abenteuer, das sich Leben nennt wäre doch um so vieles ärmer, wenn man sich nur von seinem Verstand durch das unübersichtliche Regelwerk lenken ließe. Die verwunschenen Pfade, die einem das Herz zeigt stecken voller Überraschungen.

Ganz ähnlich geht es mir mit der Umgebung, in dem der Narr regiert.
Der Bayrische Wald ist nicht erst seit den Geschichtensammlern Grimm & Grimm ein Zauberwald und aus seinem Boden ist ein besonderer Menschenschlag entstanden.
Nicht immer verständlich in Sprache und Aktionen, aber dennoch weitgehend Herzensgut und Familiär.
Ein richtiges Wahrzeichen für die Ecken und Kanten dieses Menschenschlags, aber auch für ihre Grundfeste und Willenskraft ist die Burgruine Wolfstein.

Seit gut sechzehn Jahren wurde an den Resten der Grundmauer und dem versunkenen Bergfried gearbeitet. Größtenteils aus Neugierde, Freude an der Entdeckung, Heimatliebe und Spieltrieb.
Mit Hilfe von Sponsoren und freiwilligen Vereinskräften der Wolfsteinfreunde Neumarkt e. V. wuchsen diese Grundmauern in den Himmel und Burggraben, Gewölbekeller, Kapelle und Küche kamen frei.
Nun steht die Burg (fast) da wie damals zu Staufer Zeiten in 13. Jahrhundert und zeigt, was Willenskraft und Menschenhand gewaltiges geschaffen und seit 1998 wieder geschafft haben.
Alleine die Ruine Wolfstein abends bei einem Spaziergang dort oben auf dem Berg zu sehen. Beleuchtet, aufragend, wie beschützend - fast mag ich schreiben "Sturmfest und Erdverwachsen".

Ich finde es großartig, bald zu Füßen dieser Burg zu wohnen und jederzeit spontan mit dem Lieblingsnarr als Burgfräulein ihre Gänge und Mauern besuchen zu können.

Die Männer und Frauen des Wolfsteinfreunde Vereins haben großartige Arbeit geleistet! Andere bekommen es nicht mal hin ein Haus zu bauen, einen Baum zu pflanzen ... sie haben eine ganze Burg wieder aufgebaut.



Montag, 5. März 2012

Wenn es den kein Aprilscherz ist

geht Game of Thrones nächsten Monat wieder los.
Die Simpsons haben uns einen kleinen Vorgeschmack gegeben:

 

Urlaub

war gestern.
Seit einer guten Woche hat mich der Alltag wieder.
Trotz der vielen freien Zeit bin ich kaum zu einem Eintrag gekommen. Dagegen habe ich mir vom Fratzebuch die Zeit stehlen lassen.
Nicht gut.
Aber ich habe auch Genusszeit genommen.
Habe die (hoffentlich baldige) gemeinsame Wohnung aufgehübscht.

Waisting Time in der wunderbaren Wohnküche ...


... ganz zeitgemäß mit Karnevalskrapfen.
Dazu die bayrischkatholische Fastenzeit ignoriert und Kuchen gebacken


Oder einfach unsere wunderschöne Wanne benutzt, bis die Finger schrumpelig waren.


Dazu habe ich auch daran gearbeitet, bald auf immer "hier" sein zu dürfen. Ich habe mich mit einer der Admiräle getroffen, um meine Versetzung zu besprechen. Man wollte doch sondieren, in welches Team ich passe ...
Ein sehr anregendes Gespräch über Teamwork, Befehlsketten und Arbeitsweisen, die sich gleichen oder eben nicht. Sehr cool!
Drückt mir die Daumen!

Ach ja. Ist die Katze nicht im Hause, tanzen die Mäuse auf den Tischen:

Friends with benefits

Enjoy!